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Selbstversorgung fängt beim Kaffeesatz und Kompost an

Manchmal taucht die Frage auf – Ich bin neu, wo fange ich an? Ich antworte häufig: Da wo es Dir Spaß macht, oder wo es Dich am meisten stört.

Wenn ich zurück denke an hat Selbstversorgung bei mir an der Espressomaschine angefangen. Wir sind einfach leidenschaftliche Espresso und Cappuccino Trinker. Dementsprechend fällt ab und zu Kaffeesatz an. Nun stehst Du da so an der Espressomaschine, schaust in den Garten wie der Tag langsam aufwacht und das Aroma des Cappuccinos sich langsam in der Nase entfaltet. Die ersten Vögel zwitscher friedlich vor sich hin, alles erwacht und greift mysteriöser weise ineinander und “Du” schmeißt den Kaffeesatz in den Mülleimer….

An diesem Punkt fangen immer wieder meine Bauchschmerzen an. Warum etwas in den Müll werfen, was sich wieder in einen normalen Kreislauf einfügen könnte, und sich in etwas Nützliches wandeln lässt? In einem übertragenen Sinne, wäre das als ob man Geld lieber wegwirft, weil der Weg ins Portemonnaie zu weit oder umständlich ist. (gut der Vergleich hinkt etwas, aber komisch ist das schon ein bisschen oder?). Ich muss gestehen eine zeitlang kann ich das aushalten, aber dann fehlt mir der Sinn dazu….

Also kurzerhand ein Kompost organisiert, damit das aufhört.
Ungefähr so fing bei mir Selbstversorgung an, auch wenn der Weg dahin noch lang ist. Für mich ergab es wenig Sinn den Kaffeesatz weg zu werfen. So kam ich zu einem Kompost, etwas später zu einer Wurmfarm und naja der Weg zu den ersten Salaten und Tomaten war nicht mehr als zu weit. Was ich damit sagen möchte, irgendwo kann Selbstversorgung klein anfangen und eines zum anderern kommen. Du musst nicht gleich das große Ziel vor Augen habe. Mache das was dir Spass macht und was Dir leichter von der Hand fällt, genau da wo Du bist. Hast Du einen Balkon, eine Fensterbank, einen Garten, einen Baukübel? Super, nimm genau das und tue es einfach.

 

Kurzübersicht – Vorteile eines Kompost

  • weniger Hausmüll (Kostenersparnis, Platzersparnis,…)
  • Komposterde = schwarzes Gold (sehr nährstoffreiche Erde, ideal für Anzucht, Düngung u.a.)
  • Kompostierung dient der Humusreproduktion
  • Kompostierung bindet CO2
  • Kompost bietet Nahrung für viele Organismen
  • Komposterde verbessert die Bodensruktur
  • » erfahre mehr über das schwarze Gold

 

Unterschiede beim Kompost – welchen nehmen?

Meine Überlegung ging dahin, lieber schnell einen “fertigen” Kompost bestellen und kaufen, als weiterhin sinnfrei ein Stückchen Natur weg zu werfen. Wer einen Blick in den Einzelhandel wirft, stellt schnell fest das es sich im Grund auf 3 Materialien reduzieren lässt aus denen Komposter hergestellt sind

  • Holz
  • Metall / verzinkt
  • Kunststoff (fällt grundsätzlich raus bei mir)

Schnell heißt, der Komposter soll funktionieren, möglichst günstig sein und mindestens so lange halten bis ich die Zeit habe einen zu bauen. Da Kunststoff für mich grundsätzlich so wenig wie möglich im Garten zu suchen hat, blieb die Auswahl zwischen Holz und Metall. Aus Kostengründen ging die Auswahl recht schnell. Ein halbwegs guter Metallkomposter der verzinkt ist, liegt preislich bei ca. 50-60 Euro ohne Deckel oder Boden. Ein einfacher Holzkomposter liegt zwischen 14,95 und 19,95 Euro, je nach wo man ihn einkauft. (Ein kleiner Tipp, wer ein wenig sucht findet schnell im Internet einen Kompost aus Holz, frei Haus geliefert für den gleichen Preis wie im Baumarkt….aber psst). Rund 20 Euro sind kein Hinderungsgrund einen Kompost anzulegen

Kompost selber bauen

Beim Handwerker kribbelt es schon? Richtig, ein Kompost lässt sich recht schnell selber bauen. Wer noch Holzbretter rumliegen hat, kann sich einfach ein Kompost selber bauen. Der Kreativität ist da wenig Grenzen gesetzt, aber dazu kommen wir in einem anderen Selbstversorger Blogbeitrag »Holz-Kompost selber bauen.





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Bjørn

Autor, Unternehmer, IT-Spezialist, Hobby-Selbstversorger, Organisator, der Denker, Fotograf, Webdesigner Lieblingsthemen: Garten, Vorräte, selber machen, Kompost
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