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Naturkompost aus Holzstämmen selber bauen

In diesem Beispiel mit Thuja Stämmen aus einer Hecke

Aus meinem zweiten Garten möchte ich noch ein kleines Projekt vorstellen, wie wir uns selber einen Naturkompost aus Stämmen (Pfählen) von einer Thunja Hecke selber gebaut haben. Das Prinzip ist recht simpel und empfiehlt sich ggf. mit anderen Arbeiten zu verbinden. So war es auch in unserem Fall, dass wir durch Gartenarbeiten eine recht große Menge an heraus gerissenen Thuja-Bäumen, aus einer Hecke zu verwerten hatten. Einen Großteil der Äste haben wir gehäckselt und unter Pflanzen und andere Heckenteile gegeben. Blieben noch recht viele Stämme übrig. Es ist recht wichtig die Äste / Pfähle so gut es geht, zu entgraten mit einer Axt oder Kettensäge. Zum anspitzen empfiehlt sich eher ein dumpfer Winkel.

Benötigtes Material

  1. x Holzpfähle für die Seite (pro Meter ca. 1 Holzpfahl x2 Seiten)
  2. längere Äste, Zweige für die Seitenteile – noch biegsam

In unserem Beispiel, in der obigen Bilder Galerie, haben wir ungefähr eine Grundfläche von 6×2,5m errichtet. Die Abstände müssen nicht exakt 1m Abstand haben. Wenn die Pfähle mal dünner waren, haben wir auch auch andere Abstände gewählt. So wie es eben gepasst hat.
Eine Seite haben wir offen gelassen, um mit der Schubkarre direkt in den Kompost hinein fahren zu können. Wie oben zu sehen, können die seitlichen Äste auch nach und nach eingeflochten werden. Nur Vorsicht, je mehr die Äste “austrocknen” desto schwieriger wird das Flechten. Oftmals brechen die Äste dann schnell.
Beim Flechten habe ich zyklisch die Richtung gewechselt. Dadurch entsteht ein etwas dickerer Abstand zueinander und das Ganze wird etwas stabiler in der Konstruktion.

Benötigtes Werkzeug

  • 1x Axt (zum anspitzen, ggf. Kettensäge auch möglich)
  • 1x Vorschlaghammer (zum in den Boden treiben)
  • 1x Säge oder Kettensäge (zum kappen auf die gleiche Länge)

Arbeitsschritte

  1. Holzpfähle mit einer Axt oder Kettensäge entgraten – so gut es geht
  2. Holzpfähle mit einer Axt oder Kettensäge anspitzen
  3. Holzpfähle mit ca. 1m Abstand voneinander in den Boden treiben (entsprechend der gewünschten Grundform). Unterschiedliche Längen sind kein Problem, diese Kürzen wir später auf einer Höhe ein.
  4. Lange Äste zwischen die Pfähle “flechten”, bis sich nach und nach ein Gitter ergibt. Tipp: Abwechselnd die Richtung und die Seiten wechseln. Über Eck, die Äste nacheinander spitz zulaufen lassen
  5. Seitenpfähle mit der Kettensäge auf eine Höhe einstutzen
  6. ggf. Boden mit kleinen Ast-Resten oder gehäckseltem Material auslegen

Hochbeet oder Komposterde

Wenn der Naturkomposter voll werden sollte gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder kannst Du dann die vierte Seite schließen und hast quasi ein Hochbeet oder Kartoffelbeet – oder durch umschichten von Material, kannst Du jedes Jahr frische Komposterde in den Garten ausbringen. Ich habe diese Komposterde gezielt für das Gewächshaus genutzt. Ich muss aber auch gestehen, durch Zufall mehrmals in den Genuß von Kartoffel aus dem Kompost gekommen bin. Im dritten Garten haben wir hierzu gezielt einen Komposter, als Hochbeet, für den Kartoffelanbau angelegt.

 

Autor: bp
Bildnachweise: #Firstlevel Media // bpetermann





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Bjørn

Autor, Unternehmer, IT-Spezialist, Hobby-Selbstversorger, Organisator, der Denker, Fotograf, Webdesigner Lieblingsthemen: Garten, Vorräte, selber machen, Kompost
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