Grundlagen der Holzpellet Lagerung

Gespeichert von firstlevel am So., 06.11.2016 - 16:01

Holzpellets können wahlweise in Lagerräumen oder für die Aufbewahrung von Holzpellets konzipierten Fertiglagern aufbewahrt werden. Dabei sind verschiedene Faktoren von Bedeutung:

  1. Lage
  2. Zugänglichkeit
  3. Befüllung

 

Die Lage der Pelletlager

Die Lage der Pelletlager ist deshalb wichtig, weil die Pellets mit Hilfe von Silofahrzeugen angeliefert und durch einen Einblasvorgang  eingefüllt werden. Damit die Pellets während der Befüllung des Lagers nicht zu starken Beanspruchungen ausgesetzt sind, ist die Einblasstrecke möglichst kurz zu halten. Das Lieferfahrzeug sollte also möglichst nah an den Befüllstutzen heranfahren können.

Maximal 30 Meter lang sollte die Strecke von Schlauch und fest installierter Befüllung sein. Bei längeren zu überwindenden Strecken ist es ratsam, mit dem Pelletslieferanten Rücksprache zu halten, ob er die technischen Möglichkeiten für die Überbrückung längerer Strecken hat.

 

Zugänglichkeit der Pelletlager

Auch die Zugänglichkeit des Pelletlagers ist entscheidend, weil die Pellets mit Silofahrzeugen angeliefert werden. Ein für diese Fahrzeuge geeigneter Weg muss vorhanden sein. Er sollte wenigstens drei Meter breit sein und eine Durchfahrtshöhe von mindestens vier Metern zulassen. Weitere Anforderungen, die an die Zugänglichkeit gestellt werden sind:

  • Lagerraum sollte an eine Außenmauer grenzen, damit Befüll- und Absaugschlauch ins Freie geführt werden können.
  • Anschlussmöglichkeit an die Kupplung darf höchstens zwei Meter von einer Öffnung entfernt sein (z. B. Fenster oder Tür zum Keller). Nur so kann das Absauggebläse angeschlossen werden.
  • Ausreichender Rangierabstand für den Anschluss der Befüllschläuche ist vorzusehen.
  • Dabei ist auf den Wendereadius, sowie die Tonnage des Lieferfahrzeugs zu achten.
  • Die Blockierung einer öffentlichen Straße während der Pelletslieferung ist hinsichtlich der Zeit zu berücksichtigen.
  • Befüllschläuche müssen so am Befüllstutzen angebracht werden, dass ein Abknicken nicht möglich ist.
  • Anbringen von Befüllkupplungen maximal bis Kopfhöhe, andernfalls müssen Podeste und Rampen zur Verfügung stehen, die einen sicheren Zugang gewährleisten.
  • Sichtprüfungen, die unter Umständen erforderlich werden, sollten jederzeit, auch während des Befüllvorgangs durchgeführt werden können.

 

Befüllen / Auffüllen der Pelletlager

Die Pelletlager müssen in regelmäßigen Abständen aufgefüllt werden. Dabei ist bei der Wahl des Lieferanten darauf zu achten, dass seine Silofahrzeuge die technischen Mindeststandards erreichen. Zu ihnen zählen:

  • geeichtes On-Board-Wiegesystem,
  • innen beschichtete Schläuche (dienen der Reibungsminimierung beim Einblasen der Pellets),
  • Absaugventilator samt Staubsack und
  • Kompressor zur Verdichtung der Luft während des Einblasens.

 

Der Füllvorgang selbst setzt sich dabei aus zwei Komponenten zusammen:

  1. Druck, der vom Kompressor aufgebaut werden muss, und zwar in der Leitung, wie auch auf dem Kessel.
  2. Treibluft, die dafür sorgt, dass die Pellets  in der Befüllleitung beschleunigt werden.

 

Durch den Kompressor-Druck werden die Pellets zunächst in die Leitung gedrückt. Wie sich dabei der Kesseldruck verändert, lässt sich am Manometer im Lieferfahrzeug ablesen. Die Treibluft dient dagegen der Beschleunigung und dem Transport der Pellets. Es ist bei kurzen Einfüllwegen sinnvoll, einen höheren Druck anzuwenden, dafür aber auf Treibluft soweit wie möglich zu verzichten. Andererseits muss der Anteil an Treibluft erhöht werden, je länger die Einfüllwege sind. Die Entscheidung wird meist vom Lieferanten nach Abwägung der Gegebenheiten vor Ort getroffen.

Mit Hilfe des im Silofahrzeug befindlichen Absaugventilators wird der beim Füllvorgang entstehende Überdruck im Pelletlager ausgeglichen. Es entsteht sogar ein leichter Unterdruck. Wichtig ist bei einem Pelletlager, dass es absolut dicht ist. Andernfalls kann der Unterdruck nicht aufgebaut werden. Die Folge ist, dass Staub in andere Räume eindringen kann.